Die App

Nutzungszentrierter agiler App-Entwicklungsprozess

 

Abbildung 2: Nutzungszentrierter agiler App-Entwicklungsprozess

 

Für BaSeTaLK wird eine eigens programmierte App verwendet, die im ersten Projektjahr als Produkt aus einem nutzerzentrierten agilen App-Entwicklungsprozess entsteht. Zum Auftakt von BaSeTaLK sammelt das Team im Oktober 2019 in einem von TRIO (Transfer und Innovation Ostbayern) in der TechBase Regensburg angebotenen Design-Thinking-Workshop Ideen, die noch vor Ort in zwei Prototypen umgesetzt werden. Zusammen mit dem im Projektvorhaben entwickelten App-Dummie, dem Ursprung des Projekts, gehen die wissenschaftlichen und technischen Mitarbeitenden in das Evangelische Alten- und Pflegeheim Johannesstift, in dem in der ersten Jahreshälfte 2020 sogenannte Fokusgruppen stattfinden (siehe Abb. 2). Im Sinne der partizipativen Forschung werden potentielle Nutzer*innen, zwei ehrenamtlich engagierte Personen sowie zwei Heimbewohnerinnen, in die Entwicklung der App miteinbezogen. Die App wird von den technischen Mitarbeitenden des Projekts programmiert. Sie wird als Open Source Software veröffentlicht, um Firmen und Entwickler*innen die Möglichkeit zu geben die App privat sowie kommerziell weiter zu entwickeln.

Interventionen mit der „BaSeTaLK-App“

In den ab Februar 2021 stattfindenden, wöchentlichen Interventionsgruppen machen Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen mit ehrenamtlich Engagierten virtuell Ausflüge an Orte, wie z. B. in den Wald, Garten, in ein Museum oder das Theater. Durch den Besuch eines Ortes gelangen sie zu jeweils drei verschiedenen Standorten des Ortes und finden dort jeweils hinterlegte Impulse. Diese Impulse, in Form von z. B. Fotos, Videos und ressourcenorientierten Fragen, sollen einen Austausch untereinander anregen und zu lebensgeschichtlich orientierten Gesprächen einladen.

Abbildung 1 zeigt exemplarisch eine Oberfläche aus dem App-Prototyp zum Garten. Über den rechten Button (Sprechblase) können Fragen eingeblendet werden, die sich auf Vergangenes, Gegenwärtiges oder Zukünftiges beziehen. Einsteigend können die Fragen einen direkten Bezug zum Thema (hier Garten) haben: Wie viel Zeit haben Sie in die Pflege Ihres Gartens/Balkons gesteckt? Weiterführend lösen sich die Fragen jedoch auch von dem direkten Ortsbezug, wie es exemplarisch in Abbildung 1 verdeutlicht wird. Es findet eine thematische Übertragung von Projekten am Beispiel des Gartens auf Projekte im Leben statt: Welche Projekte in Ihrem Leben haben regelmäßige Pflege benötigt? Eine weitere einzublendende Frage, die sich auf die Gegenwart bezieht, lautet: Inwiefern helfen Ihnen Erfahrungen aus Projekten heute noch?

 

 

Abbildung 1: Exemplarische Oberfläche aus dem App-Prototyp zum Garten